News
Eick, Sambale, Toepfer Kontrollierte Urbanität Zur Neoliberalisierung städtischer Sicherheitspolitik

Cover: Eick/Sambale/Töpfer - Kontrollierte Urbanität (Copyright of original image: Andy Clark/Reuters). Buy the book at your local book store (preferred), through our publisher or at amazon.de
Die nachfolgenden Beiträge stellen – trotz durchaus divergierender polit(ökonom)ischer Interpretationen gegenwärtiger Prozesse der neoliberalen Globalisierung – den Versuch dar, Facetten einer heraufziehenden neoliberalen Sicherheitspolitik im urbanen Raum zu erfassen. Sie gehen auf eine Konferenz im Juni 2006 zurück. Die Fußballweltmeisterschaft in der Bundesrepublik war Anlass, verschiedene Kolleginnen und Kollegen aus Europa und Nordamerika unter der Überschrift »Policing Crowds – Privatizing Security. Neoliberal Policing in the long 1990s – and beyond« nach Berlin einzuladen:
»Tournament venues and their vicinity as well as 'public viewing' locations in downtown areas are converted into highsecurity zones with access limited to registered persons and pacified crowds only. The overall effort is supported and mediated by sophisticated surveillance, information and communication technology: RFID chips in the World Cup tickets, mobile finger print scanners, extensive networks of CCTV surveillance, DNA samples preventively taken from alleged hooligans – huge amounts of personal data from ticket holders, staff, football supporters and the curious public are collected, processed and shared by the FIFA, the police and the secret services«,
schrieben wir seinerzeit (http://www.policing-crowds.org). Dabei ging es uns zum einen um die Beobachtung und Analyse neuer Kontrollstrategien anlässlich des FußballEvents in Deutschland, zum anderen aber sollten diese Kontrollstrategien in einen weiteren Kontext eingebettet werden:
»Studying the security architecture and strategies tested and implemented at the World Cup is more than focusing on an individual event. It is a looking into a prism which bundles and locally mediates global trends in contemporary policing and criminal policies. Thus, we have chosen the context of the World Cup to outline and discuss these trends in an international and comparative perspective.« (ebd.)
Theoretisch wie praktisch ist dabei die Frage relevant, ob und wie 'Sicherheit' zum zentralen Dispositiv avanciert, die Grenze zwischen Innerer und äußerer Sicherheit zunehmend verschwimmt bzw. deren Aufhebung als politisches Projekt von den globalen Eliten vorangetrieben und der Sicherheitsbegriff kontinuierlich »erweitert« wird (Bundesakademie für Sicherheitspolitik 2001; Albrecht 2003). Wie korrespondieren lokale und globale Ebene im urbanen Raum,2 wie manifestiert sich Glokalisierung im Kontext einer neoliberalen Sicherheitspolitik? Hat sich eine neoliberale oder gar »postfordistische«, wie De Giorgio (2006) für das Gefängnissystem schreibt, Sicherheitspolitik für den urbanen Raum herausgebildet? Und, wenn, was zeichnete so ein neoliberales Projekt aus? Ein trans- und subnationaler Blick zeigt, dass es das eine neoliberale Sicherheitsregime nicht gibt (Wood/Dupont 2006; Henry/Smith 2007), wohl aber einen Wechsel von Sicherheitsstaaten zu Sicherheitsregimes (Lauria 1997; Jessop/Sum 2006).
Files:
Eick-Sambale-Toepfer-Kontrollierte-Urbanitaet.pdf (Size: 488 KB)













Page 1 from 1 1
Hi guys -
good work! My friend Andrew, who shot the picture on the title, just told me about it. It looks even more scary on your book than in the original ....
A minor correction in your "Danksagung": He lives in Vancouver, not in Toronto.
Rock on
/
Tom
Thank you, Tom.
Seems like we are geographically challenged ...
We even send his copy to Vancouver!
I corrected it in the html and made a note for the PDF and a seond edition of the book.
Thanks again
/
Jens
Hallo,
mein englisch reicht nicht, ich schreibe auf Deutsch:
Ich habe Ihr Buch am Wochenden zur Hälte gelesen und es gefällt mir sehr gut, besonders die deutliche Sprache. Gratulation!
Allerdings habe ich auch einen fetten Fehler gefunden: In der Einleitung Fußnote 33, S. 26 muss es doch wohl heißen "Mississippi", oder?
Hallo Thomas,
Deutsch ist prima bei einem deutschsprachigen Buch, das Englisch hat historische Gründe.
Glückwunsch! Du hast einen fetten Bug gefunden, ist uns arg peinlich
Ich habe es heute überprüft, in einer frühen Fassung stand da "Mississippi" - allerdings falsch geschrieben, ich fürchte das ist uns im nächtlichen finalen Editieren durchgerutscht.
Im PDF habe ich es bereits korrigiert. Danke nochmal und sende uns gerne mehr!